Historie

 

ELEKOK I u. II (1983-1989)

Die ersten Ansätze finden sich in Dienstbesprechungen ab 1983. Nach diesen Vorgesprächen wurde 1985 im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst wurde 1985 ein Modellversuch mit dem Ziel eingerichtet, zu untersuchen, inwieweit Computer und andere elektronische Hilfen körperbehinderten Schülerinnen und Schülern helfen können, wenn sie

  • zu keiner handschriftlichen Kommunikation fähig sind,
  • nicht, oder nur sehr eingeschränkt, mit einer elektrischen Schreibmaschine arbeiten können,
  • nicht in der Lage sind, sich angemessen aktiv am schulischen Lern- und Übungsvollzug zu beteiligen,
  • sprechunfähig sind oder über keine genügend verständliche Sprache verfügen, oder
  • im Rahmen des Berufsvorbereitungsjahres an die Arbeit mit EDV-Geräten herangeführt werden sollen.

Ein Verbund von sieben bayerischen Schulen für Körperbehinderte (Altdorf, Coburg, Kempten, Königsbrunn, Landesschule München, Spastikerzentrum München, Würzburg) bildete den Arbeitskreis "Erarbeitung und Erprobung elektronischer Lern- und Kommunikationssysteme für Körperbehinderte (ELEKOK)". Geleitet wurde der Arbeitskreis vom  Bayerischen Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung (ISB, siehe auch Sachberichte ELEKOK I München 1986 und ELEKOK II, München 1988).

In den Jahren 1987 und 1988 wurden auch zwei Mitarbeitende aus (damaligen) Schulen für Geistigbehinderte miteinbezogen. Hier sollte eruiert werden, inwieweit Lösungen für Schülerinnen und Schüler mit einer Körperbehinderung übertragbar waren zur Förderung im Bereich der geistigen Behinderung – und umgekehrt.

Als erste edv-gestützte Systeme wurden für diese Schulen Commodore C64 (à Foto) angeschafft und erste Lern- und Förderprogramme vom Arbeitskreis selber entwickelt und erprobt. Auch entsprechende Adaptionen waren damals am Markt nicht erhältlich und mussten selber entwickelt werden (à Foto Zigarrenkiste). 1989 erfolgte die Einführung des leistungsstärkeren Modells Commodore Amiga, für das ebenfalls spezielle Programme und Ansteuerungshilfen entwickelt werden mussten.

Alle Fragestellungen konnten durchwegs positiv beantwortet werden und führten zu einer Fortsetzung des Arbeitskreises bis, um diese Problematik weiter zu evaluieren, methodisch-didaktische Konzepte zu entwickeln und an Vorgaben für innovative Hard- und Softwareentwicklungen mitzuwirken.

Ab der Phase III wird ELECOK mit "C" geschrieben (Elektronische Hilfen und Computer für Körperbehinderte), da damals der Einsatz von Computern und anderer technischer Hilfen im Vergleich zu nichttechnischen Hilfen eher im Vordergrund standen. Auch die Zielgruppe waren vorwiegend Personen mit Förderbedarf in der körperlichen sowie motorischen und weniger in der geistigen Entwicklung. 

 

ELECOK III 1990-1993

Nach Vorliegen entsprechender Materialien und unter Rückgriff auf ein mittlerweile enorm gewachsenes Potenzial an industriellen Kommunikationshilfen konnte ein erweiterter Arbeitskreis ELECOK III mit dem Auftrag „Erarbeitung eines Konzepts zur Weiterentwicklung elektronischer Hilfen und Beratung körperbehinderter Schüler unter Berücksichtigung ihrer individuellen Bedürfnisse” von 1990 bis 1993 mit dem Aufbau von ELECOK-Beratungsstellen beginnen. Um eine Flächendeckung zu gewährleisten, sollten neben den ursprünglichen sieben "Pionierschulen" weitere Beratungsstellen (Ingolstadt, Pfennigparade München an Stelle des Spastiker-Zentrums, Regensburg) geschaffen werden, so dass nunmehr jeder bayerische Regierungsbezirk über zumindest eine qualifizierte Beratungsstelle verfügt. Aufgrund regionaler Unterschiede finden sich in Schwaben zwei Einrichtungen und in Oberbayern als größter Regierungsbezirk mit dem höchsten Beratungsaufkommen drei entsprechende Einrichtungen.

 

ELECOK IV 1994-2003

länderübergreifende Kooperation

Ab 1994 lautete der Auftrag des ISB: „Unterstützung der Förderung körperbehinderter Schüler an allgemeinen Schulen bei der Versorgung mit elektronischen Hilfen“. Die Begleitung des Arbeitskreises durch das ISB endete 1995 in diesem Jahr mit dem Wechsel zur „Zentralstelle für Computer im Unterricht“ (Augsburg) und es begann eine länderübergreifende Zusammenarbeit mit SonderpädagogInnen in Baden-Württemberg (Markgröningen, Hr. Stadler, Fr. Draffin) und Sachsen (Hr. Manfred Witten).

 

MSD ELECOK ab 2004

Die empirische und konzeptionelle Phase sowie die Anbindung an die Zentralstelle für Computer in Augsburg endeten 2003 mit der Einbindung des Arbeitskreises  in das System der bayerischen mobilen sonderpädagogischen Dienste als MSD ELECOK. Über feste Stundenzuweisungen und einem eigenen Etat beraten und unterstützen die Beratungsstellen ELECOK flächendeckend in Bayern alle Kinder und Jugendliche im vorschulischen Alter bis zur Berufsfindung über Möglichkeiten und Grenzen von Unterstützter Kommunikation unter Berücksichtigung eines erweiterten Kommunikationsbegriffes.

 

„Fortbildungsinitiative Tandem UK“ ab 2008

Jede ELECOK-Beratungsstelle bildet mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung ein Tandem UK (TUK) um flächendeckend an allen bayerischen Schulen mit den Förderschwerpunkten geistige sowie körperlich-motorische Entwicklung UK in den Unterrichtsalltag zu implementieren. Bei Bedarf werden auch Schulen für Kranke mit einbezogen.  à mehr …

 

Übersicht Arbeitskreisleitungen à mehr …

 

Übersicht Mitglieder des Arbeitskreises à mehr …  (nur für Mitglieder!)

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