Aufgaben der ELECOK-Beratungsstellen


Beratung


Die ELECOK-Beratungsstellen bieten individuelle Beratung für Kinder und Jugendliche mit eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten im vorschulischen Alter bis hin zur Berufsvorbereitung. Sie beraten vorwiegend an den Schulen, Frühförderstellen, Kindergärten, schulvorbereitenden Einrichtungen sowie an Grund-, Haupt- und Förderschulen und allen weiterführenden Schulen, aber auch in der häuslichen Umgebung oder in Kliniken. Die Beratung ist kostenfrei, erfolgt unabhängig von jeglichen Verkaufsinteressen und wird ausschließlich von den individuellen Bedürfnissen der betroffenen Person unter Einbezug ihres sozialen Umfeldes bestimmt.

Die Beratung hinsichtlich der Nutzung körpereigener Kommunikationsformen sowie des Einsatzes von speziellen nichttechnischen sowie elektronischen Hilfsmitteln, Computern und deren Programme erstreckt sich auf folgende Bereiche:

  • Einschränkungen in der Kommunikationsfähigkeit (mündlich/schriftlich)
  • Einschränkungen bzgl. Selbstständigkeit, Aktivität und Selbstwirksamkeit
  • Einschränkungen in der Mobilität (soweit sie mit oben angeführten Bereichen verknüpft sind)

Die Beratung reicht von einer Strukturierung der unmittelbaren Umwelt des behinderten Menschen durch entsprechende Steuerungselemente (Sprach- und/oder Sensorsteuerung), um eine möglichst große Selbstständigkeit zu erreichen bis hin zu unterschiedlichsten Kommunikationshilfen (auch körpereigenen), und umfasst folgende Inhalte:

  • Diagnose der motorischen und kognitiven Voraussetzungen im Hinblick auf die Bedienung einer Kommunikationshilfe (wobei im Umgang mit der Kommunikationshilfe oft erst kognitive Fähigkeiten zum Ausdruck kommen können)
  • Nutzung von körpereigenen Kommunikationsformen, Symbolen, Kommunikationstafeln und speziellen Kommunikationsgeräten für die Verständigung
  • Nutzung eines Computers zum Schreiben, Lesen, Lernen usw.
  • Umweltsteuerung zur Ermöglichung bzw. Erweiterung selbstständigen Verhaltens (z.B. durch Tür- und Gerätesteuerung ...)
  • Einsatz elektronischer Hilfsmittel im Bereich der Freizeit und zur entwicklungsgemäßen Förderung kleiner Kinder
  • Einsatz elektronischer Hilfsmittel bei der Arbeit (z.B. in Werk- oder Förderstätten für behinderte Menschen)
  • Beratung zur Finanzierung der Kommunikationshilfe und ihre Einbindung in den persönlichen Alltag


Die Beratungsstellen sind Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die

  • Unterstützung bei der Ausübung mündlicher und schriftlicher Kommunikation benötigen
  • durch den Gebrauch technischer Hilfsmittel ihren Alltag besser gestalten können
  • durch adaptiertes Spielzeug Nachteile im Spielen und bei der Freizeitgestaltung ausgleichen können
  • durch eine Verknüpfung von Mobilität und Kommunikation eine bessere Integration in den Alltag erfahren können

 

Die Beratungsstellen sind Anlaufstelle für

  • körperbehinderte Kinder und Jugendliche
  • Eltern, Angehörige, betreuende Personen
  • für Lehrkräfte und Mitarbeiter/innen
  • für andere Beratungseinrichtungen
  • für Kostenträger (Gutachtenerstellung, Bewertungen etc.)
  • für Industrie und Hochschulen (Produkterprobung und –Entwicklung)

 

Information


Die Beratungsstellen

  • sammeln und sichten Informationen zu Kommunikationsformen und Kommunikationshilfen
  • erproben und bewerten Kommunikationshilfen und Kommunikationsstrategien
  • begleiten und informieren über technische Entwicklungen
  • erarbeiten Beratungsempfehlungen und didaktisches Material zur Kommunikationsförderung


Fortbildung


Die Beratungsstellen führen in Zusammenarbeit mit der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen lokale, regionale und überregionale Fortbildungen im Bereich der Unterstützten Kommunikation durch und wirken bei der Fortbildungsinitiative Tandem UK Bayern mit.

 

 

Zusammenarbeit


Das Beratungsstellenteam arbeitet interdisziplinär, vernetzt mit schulischen und außerschulischen Institutionen, zur ganzheitlichen Förderung der Kinder und Jugendlichen. Sie stehen im Austausch mit Kostenträgern und Organisationen der Behindertenhilfe. Die Beratungsstellen beraten und fördern Schüler und Schülerinnen aller Schularten und arbeiten eng mit Eltern und den jeweiligen Lehrkräften und betreuenden Personen zusammen. Sie vermitteln Kontakte zu weiteren Beratungsdiensten und Fachleuten und leisten unabhängig von Verkaufsinteressen Hilfestellung bei der Anschaffung geeigneter Kommunikationshilfen.

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